Der Runde Tisch wird größer

Die Sprecher des Runden Tisch Demenz und Pflege

Sie machen alle ihre Jobs, die anstrengend und aufreibend sind, aber zu den relevantesten der Gesellschaft zählen: In der Pflege. Sie sind in Heimen und anderen Einrichtungen tätig, im direkten Kontakt zu den Menschen, in der Verwaltung und Organisation oder der Ausbildung. Sie haben mächtig was um die Ohren. Und dennoch haben sie das Bedürfnis und nehmen sich die Zeit zur Vernetzung, die Teilnehmer am „Runden Tisch Demenz und Pflege Weinheim“.
  

Denn ihr gemeinsames Ziel lautet: Jede und jeder, der in Weinheim Fragen oder Beratungsbedarf bei den Themen Pflege und Demenz hat, oder auch nur zum Thema Älterwerden in der Stadt, soll einen Ansprechpartner haben.
In dieser Woche trafen sich die Mitglieder des „Runden Tischs“ im Saal der Stadtbibliothek, um die Weichen für die nächste Zeit zu stellen.
Dabei konnten die beiden Netzwerk-Sprecher Dr. Andreas Marg, Mediziner, Kreisrat und Gesundheitsexperte und Christian Rupp, Geschäftsführer des Bodelschwinghheimes, ihren Sprecherkreis erweitern. Ihm gehören jetzt außerdem an: Tanja Eisenhauer von der Sozialstation Hemsbach, Simone Gaida von der Katholischen Sozialstation Weinheim, Henning Hesselmann, Leiter der GRN-Pflege, dazu Björn Vogler vom Pflegedienst Woinem und Katja Haller, die im Rathausamt für Soziale Angelegenheiten für die Themen des Demografischen Wandels zuständig ist. „Damit sind wir noch breiter aufgestellt“, freute sich Andreas Marg.
Die Stadt gehört dem Runden Tisch ebenso an wie der Pflegestützpunkt des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadtseniorenrat.
Der Austausch war rege, auch durch Anregungen von Maria Auwärter, die als Seniorenbeauftragte der Stadt Sinsheim über dortige Aktivitäten berichtete. Die Akteure in Weinheim formulierten den gemeinsamen Wunsch nach einer Anlaufstation für Seniorinnen und Senioren an zentraler Stelle der Stadt, an der auch niederschwellige Beratungen zum Thema Pflege und Demenz möglich sind. Andreas Marg kündigte an, man werde sich zu Finanzierungsmöglichkeiten, etwa durch Förderungen oder Stiftungen, erkundigen. 
Beim ersten großen Netzwerktreffen des Jahres tauschten sich die Mitglieder über aktuelle Entwicklungen aus und besprachen ein Jahresprogramm, mit dem sie das Thema Pflege und Demenz noch weiter in der Gesellschaft verankern wollen.
Der Runde Tisch bietet zum Beispiel Workshops und Seminare für Betroffene, Angehörige und Dienstleister an, wie einen Demenzbegleiterkurs. Gemeinsam mit der Stadt, den Weinheimer Therapeuten und dem Ärzte-Netzwerk RegioMed veranstaltet der Runde Tisch auch im Zwei-Jahres-Rhythmus den großen Weinheimer Gesundheitstag, den es 2025 gegeben hat.
In diesem Jahr sind weitere Veranstaltungen für die Öffentlichkeit geplant, unter anderem wieder eine Lesung der Liedermacherin, Autorin und Therapeutin Sarah Straub sowie eine weitere Buchvorstellung und öffentlichen Vorstellungen mit dem Demenz-Parcours. Einige Themen und Veranstaltungen sollen in den Tagen rund um den „Welt-Alzheimertag“ Ende September gebündelt werden. Den Demenz-Parcours und Bilder der Ausstellung „Demensch“ können beim Runden Tisch auch ausgeliehen werden.
 
Infos:  Koordination Demenznetzwerk „Leben mit Demenz e.V.“  Britta Müller
Telefon 06201/3899467.Mail: info@leben-mit-demenz-weinheim.de. Internet: www.leben-mit-demenz-weinheim.de